Negativzinsen – das Wundermittel das keins ist

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Konventionelle Zinspolitik bewirkt kaum noch etwas. Das liegt am allmählichen Verschwinden des Bargelds und am noch geringeren Bedarf der Banken an Refinanzierung durch Zentralbank-Reserven. Die Folge ist ein allgemeines Überangebot an Geld bzw Kapital und das damit einhergehende hartnäckige Niedrig- bis Nullzinsniveau. Damit ist die Geldpolitik mit ihrem herkömmlichen Latein am Ende. Viele Zentralbanker und Ökonomen wollen das nicht recht wahrhaben. Sie suchen den Ausweg darin, die Nullzinsgrenze künstlich nach unten zu durchbrechen: durch Negativzinsen. Dabei wird die tatsächliche Bedeutung dieses Konzepts meist nur unzureichend verstanden. Negativzinsen sind eine technokratische Torheit, die an den Realitäten vorbei geht und Schaden aber keinen Nutzen stiftet.   
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Auch Norbert Häring betrachtet Negativzinsen sehr kritisch (Sep 2019):

Wider den Unsinn von den Strafzinsen: Wie die unkonventionelle Geldpolitik wirklich funktioniert

• Timm Gudehus erläutert in einem 3-Seiten Papier > Warum die Begründungen für Negativzinsen falsch sind 

• Michael Bernegger erklärt, auf welch schiefer Bahn die EZB abwärts schlittert > Negativzinsen können Depression in Europa auslösen, Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 10 März 2016.

• Christoph Zenger zu einer grundlegenden Schwäche der aktuellen Geldpolitik im Giralgeldregime und der Notwendigkeit einer Vollgeldreform > Die stumpfe Zinswaffe, Inside Paradeplatz, 19. 5. 2016.

Umverteilung vom Kunden zur Bank. Die Banken werden den Negativzins schon bald auf Privatkunden abwälzen – und eventuell das Bargeld abschaffen, The European. Das Debatten-Magazin, 9 April 2015